Der Alltag mit dem Elektroauto – Teil 1

Elektroauto tanken

Nun sind die ersten Tage mit dem Kia Soul EV geschafft und es wird Zeit ein wenig Revue passieren zu lassen. Seit der Übergabe sind mittlerweile gute 1000 Kilometer gefahren und das im Arbeitsalltag sowie auch in der Freizeit. Eines sei vorweg gesagt, es macht jede Menge Spaß und der Zweitwagen steht immer öfter.

Der Arbeitsalltag mit dem Elektroauto

Ich fahre jeden Tag rund 45 Kilometer zum Büro und lade dort nicht zwischen. Das bedeutet für jeden Weg ca. 22,5 Kilometer und das über 30% Landstraße, 60% Autobahn und den Rest im Stadtverkehr. Dabei fahre ich gemächlich mit durchschnittlich 80-90 km/h auf dem Hauptteil der Strecke. An Verbrauchern ist immer das Radio an, ansonsten auch die Heizung oder Klimaanlage. Ich spare nicht wirklich an den Verbrauchern, jedoch genieße ich das sanfte Gleiten und die stille im Auto. Doch was auch schon auf einigen Probefahrten sehr verlockend ist, man spielt mit den Reichweiten und dem Energiefluss. Als jemand der von einem Sportcoupé, mit dem gelegentlichen Gasfuß kommt, könnte man meinen, er würde doch einen Verbrenner sehr vermissen. Nein, tatsächlich schaue ich viel vorausschauender bei den Fahrten, wann ich vom Gaspedal gehe und dadurch richtig viel Energie zurückgewinne dank Rekupation oder aber einfach dahin gleite und so wie in einem Spiel versuche den kW/h Verbrauch runterzufahren. Es fühlt sich nicht nach Verzicht an, eher nach Überlegenheit in der Fortbewegung. Man merkt im Stau, zur Arbeit, wie gelassen man durch die Ruhe ist und wie viel einfacher noch der Wagen fährt, gegenüber einer normalen Automatik. Die ersten drei Tage kann ich dazu sagen, dass ich durch viele kostenlose Ladesäulen nicht mal Fahrtkosten in Form von Sprit oder Strom hatte.  Der Gedanke selbst nach der Arbeit mal eben einkaufen zu gehen oder andere Dinge zu erledigen, wird auch keinesfalls von irgendwelchen Reichweitengedanken beeinflusst.

Der Mythos der fehlenden Reichweiten eines Elektroautos

Es wird oftmals von Reichweitenängsten bei einem Elektroauto gesprochen und in Gesprächen merke ich immer mehr, dass oftmals einfach nachgeplappert wird, was von resoluten Gegner der Elektromobilität gesagt wird. Im Alltag kann ich sagen, schaue ich immer mal auf die Reichweite, aber eher um zu schauen, wie weit man doch kommt und tatsächlich wieder ein Gefühl bekommt welche Entfernung man wirklich zurücklegt. Ich habe bisher immer den Statistiken getraut, die besagen, dass rund 22 Stunden am Tag das Auto steht und im täglichen Einsatz im Schnitt gerade einmal 80 Kilometer zurückgelegt werden. Nach einigen Tagen kann ich sagen, dass es stimmt und ich nie das Gefühl hatte, dass ich irgendwo nicht mehr hinkomme. Was sich geändert hat, ist die Tatsache, dass ich nun schaue, wenn ich einkaufen fahre und wo eventuell eine Ladestation in der Nähe ist. Denn hier kann ich oftmals Einkaufen gehen und gleichzeitig kostenlos Strom tanken. Ansonsten kann man in den zahlreichen Apps für Ladesäulen vorab prüfen, ob diese frei sind oder wo die nächste Säule steht. Im Ruhrgebiet und auch auf den Autobahnraststätten sind jede Menge neue Säulen dazu gekommen und auch darunter einige Schnellladesäulen. Also ist die Reichweite derzeit bei den Akkukapazitäten eher unbegründet.

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Elektroauto an der Raststätte

In den nächsten Tagen werde ich weiter berichten, wie sich der Alltag mit einem Elektroauto gestaltet und anfühlt.

 

 

 

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