E-Auto vs. Diesel & Benziner – Teil 1 Die „Kraftstoffkosten“

Nachdem wir nun München leider auch schon wieder hinter uns haben und wir festgestellt haben, das man auch längere Strecken mit einem Elektroauto zurück legen kann, haben wir nun einen, hoffentlich ebenso interessantes, sowie wichtiges Thema für euch: Der Vergleich der „Kraftstoffkosten“ eines E-Autos zum Diesel & Benziner.

In einem meiner letzten Beiträge habe ich schon mal einen Kostenvergleich angesprochen.

Vor einiger Zeit habe ich online beim ZDF einen Vergleich vom E-Auto (genau genommen einem E-Golf) zum konventionellen Auto gesehen und muss sagen, ich empfand diesen Vergleich ziemlich irreführend. Vergleichen wurde die Dauer, die Kosten für das Volltanken sowie die Reichweite, in einem. Ich bin der Meinung, dass man zwar die Dauer der Betankung bzw. des Aufladens, sowie die Reichweite gegenüberstellen kann, aber die Kosten nicht so darstellen kann, wie es durch das ZDF geschehen ist.

Also habe ich mich ans Werk gemacht und die Kosten (in diesem Beitrag sind es die „Kraftstoffkosten“) auf eine Art darzustellen, die meiner Meinung nach, viel klarer ist.

Vergleich Elektroauto und Verbrenner

Mein Ausgangsgedanke ist die Person, die sich bisher kaum, bis gar keine Gedanken über E-Mobilität gemacht hat und in erster Linie wissen möchte, ob sich ein E-Auto in Sachen „Kraftstoffkosten“ überhaupt lohnt.

Zum Vergleich habe ich unseren Kia Soul EV angebracht, der im Frühjahr bis Herbst ca. 14,5 kWh auf 100 Kilometer verbraucht.

Wenn ich nun alos, wie in der obigen Grafik dargestellt, sehe, was mich der Kilometer mit dem E-Auto, im Vergleich zum Benziner oder Diesel kostet, sind es auf den Kilometer gesehen zwar keine Unsummen, aber wenn man sich die Kosten auf seine täglichen Wege, wie z. B. der Arbeitsweg oder der Weg zum Einkaufen, hochrechnet finde ich das schon enorm.

Erschreckend finde ich aber auch den doch so geringen Unterschied Benziner zum, allbekannt „günstigen“ Diesel. Natürlich habe ich hier Durchschnittspreise genommen, anders lässt es sich leider nicht ermitteln. Aber wir reden hier ja von allgemein schwankenden Preisen, also auch im Bereich Benzin, sowie Strom.

Selbstverständlich darf man an der Stelle nicht vergessen, dass wir hier nur von dem E-Laden am heimischen Strom ausgehen. Aktuell gibt es zwar (noch) viele Möglichkeiten kostenlos Strom zu „tanken“, was die Kosten des heimischen Strombetankens geringer ausfallen lässt, sofern man dies nutzt. Doch wird sich das vermutlich in der nächsten Zeit, auch ändern. Denn die, jetzt noch, kostenlos zugänglichen Strom-Ladestellen werden mit steigender E-Auto-Quote auf den Straßen, höchstwahrscheinlich weniger bzw. teurer.

Fazit

Trotz reinem Strom-Laden am heimischen Strom, ist man aktuell, nur rein von der Betrachtung der Stromkosten, günstiger mit einem E-Auto unterwegs, als mit einem klassischen Verbrenner.

Zweifelsohne sollte man die steigenden Strompreise mit einkalkulieren bzw. durch Stromanbieterwechsel, die Kosten versuchen konstant zu halten. Aus reiner „Kraftstoffkosten“-Sicht, würde ich mir jeder Zeit wieder ein E-Auto anschaffen, auch wenn er „nur“ als Zweitwagen dient. Denn selbst dadurch, dass man für Strecken außerhalb der täglichen „Routinewege“, eher das E-Auto anstatt den Verbrenner nimmt, spart man unheimliche Kosten.

 

 

2 thoughts on “E-Auto vs. Diesel & Benziner – Teil 1 Die „Kraftstoffkosten“

  1. Ich finde das alles interessant und lesenswert ! Es ist trotz allem immer ein ABER darin 🙂 Ich habe bisher noch keinen wirklichen Vergleich gesehen, immer nur Kurzbetrachtungen. Ähnlich Bahnfahrkarte zu Benzinkosten.
    Wo ist der wirkliche Vergleich ?
    Was kostet die Herstellung ?
    Welche Schadstoffe, seltene Erden werden erzeugt/gebraucht ?
    Rohstoffe, Abbau, Ökobilanz ?
    Wie hoch sind die Anschaffungskosten ?
    Welche Schadstoffe werden während eines Autolebens erzeugt ?
    Was beinhaltet die Entsorgung ?
    ….
    Es gibt bestimmt noch mehr Vergleichsmöglichkeiten! Aber machen wir es wie so oft … wer am lautesten schreit, mit den dicksten Geldscheinen wedelt bekommt die meisten Anhänger. Die bisherigen Anschaffungspreise sind für mich genauso unrealistisch wie der tägliche Sprung der Benzinpreise. Aber wenn man die armen Manager hört, leben die ja von der Hand im Mund und verlangen wirklich nur das Nötigste zum Überleben 🙂

    1. Freut uns das dieser Vergleich gefällt. Wir denken das „große Ganze“ zu betrachten ist einfach von zu vielen Faktoren abhängig. Jedoch um ein wenig die Fragen der Skeptiker
      zu beantworten oder ein wenig Aufklärung zu schaffen, ist dies ein erster Anfang.

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