NRW fördert die Ladeinfrastruktur für Elektroautos – Der Zuwendungsbescheid

In NRW wurde ein wichtiger Schritt zum Vorantreiben der Entwicklung für die Elektromobilität getätigt. Ab sofort können auch Privatpersonen das Förderprogramm „Ladeinfrastruktur für Elektromobilität“ nutzen um bis zu 50% der Kosten für eine Einrichtung einer Ladesäule oder Wallbox zu erhalten. Für das Jahr 2017 können leider keine Anträge mehr eingereicht werden, jedoch jetzt alles Nötige vorbereiten und im neuen Jahr starten.

Was wir genau eingereicht haben und was man beachten muss werden wir jetzt berichten. Alle Informationen zum Förderprogramm sind hier in unserem Beitrag zu finden: http://e-pioneer.de/2017/10/25/nrw-foerdert-die-ladeinfrastruktur-fuer-elektroautos/

Unser Vorhaben

Für uns war mit der Bekanntgabe zur Förderung in NRW sofort klar, dass wir diese Chance nutzen möchten. Somit wurde die typisch deutsche „Bürokratieformalie“ erst einmal ausgiebig studiert und dabei gleich Notizen gemacht. Dabei war nicht sofort klar gestellt, ob z.B. der geforderte Kostenvoranschlag bzw. das Angebot nur von einem Unternehmen erstellt werden muss. Ebenfalls wollten wir wissen, ob hier unbedingt zum Installieren der Wallbox eine Fachfirma dies übernehmen muss. Denn unser Gedanke war, trotz Förderung die Kosten und den Aufwand gering wie möglich zu halten, denn es geht hier immerhin um unser aller Steuergelder.

Ansonsten war schnell klar, dass hier bei uns eine 11kW Wallbox installiert werden soll, die zwar theoretisch öffentlich zugänglich auf unserem Grundstück stehen würde, jedoch rein privat genutzt werden soll. Ebenfalls sollte keine Firma dazugeholt werden, da wir einen Elektrikermeister in der Familie zum Anschluss haben und ansonsten selbst in der Lage sind einen Kostenvoranschlag oder ein Angebot zu erstellen.

Die Planung

Beispiel eines Kostenvoranschlags

Nach sorgfältiger Recherche zu den Auflagen und den Anforderungen von progres.nrw wurde eine Planung durchgeführt wie bei uns die Wallbox installiert werden soll. Dabei wird bei uns eine Leitung separat vom Verteiler mit drei Phasen die Wallbox versorgen. Somit konnte schnell eine Liste der benötigten Teile und Arbeitsschritte erstellt werden.

Hierbei gilt es zu beachten: Wie lang soll die Leitung sein? Welchen Querschnitt benötigt die Leitung? Welche Sicherungen werden benötigt? Wo müssen Leerrohre verlegt werden und wie soll die Installation außen erfolgen? Zugleich wurden die nötigen Dokumente vom Energieversorger eingeholt, sodass wir nachweisen können, dass z.B. der Strom nur aus erneuerbaren Ressourcen kommt. Gleichzeitig haben wir die bestehenden Fragen zum Kostenvoranschlag und der Installation per Mail bei progres.nrw direkt angefragt.

In der Summe sollte dann unser Vorhaben rund 715,00€ kosten und liegt bei den Anforderungen für die Förderfähigkeit, abzüglich 50% der Eigenleistung, immer noch über der Bagatellgrenze von 350,00€.

Der Antrag

Nach dem alle nötigen Informationen zusammen waren und wir keinen Widerspruch zu unserem Vorhaben im Bezug auf Eigeninstallation und Erstellung zum Angebot bzw. Kostenvoranschlag erhalten haben, ging es frisch ans Werk den Antrag auszufüllen und alle folgenden nötigen Unterlagen beizulegen:

  • Antrag Ladeinfrastruktur für Elektromobilität
  • Bestätigung des Stromversorgers zur Nutzung von erneuerbarer Energie
  • Auszug und technisches Datenblatt der Wallbox
  • Kostenvoranschlag über Installation und Inbetriebnahme der Wallbox (Inhalt: Kostenaufstellung aller Positionen, Erklärung der Arbeiten)

Wichtig ist, dass vor Antragsstellung und Bewilligung nicht mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen worden sein darf.

Das Warten und ein Zuwendungsbescheid

Nachdem die Unterlagen schön eingetütet zur Bearbeitung nach Arnsberg gegangen sind, hieß es erst einmal geduldig zu warten. Wir dachten uns, es wird typisch für eine Behörde bestimmt Wochen dauern bis wir eine Antwort erhalten.

Bereits nach einer Woche kam die Eingangsbestätigung und weitere 10 Tage später kam auch schon der Zuwendungsbescheid unseres Vorhabens. Das nenne ich mal schnell! Hier muss man auch mal ein Lob aussprechen, wie toll die Zusammenarbeit hier läuft. Nun haben wir bis Ende 2018 die Zeit unser Vorhaben umzusetzen.

Hierbei gilt es dann im Anschluss die erforderlichen Unterlagen einzureichen, damit dann das Fördergeld auch gezahlt wird. Dazu zählt der Bildnachweis zur Installation und alle Rechnungen für die Umsetzung.

Sobald wir beginnen unser Vorhaben umzusetzen, werden wir natürlich hier berichten. Zum Abschluss ein wichtiger Hinweis: Lasst die Finger von Elektroninstallationen wenn ihr Laien seid! Jegliche Arbeit muss von Fachpersonal ausgeführt werden, es wird zwar nicht explizit ein Nachweis gefordert, aber noch einmal darauf hingewiesen!

Ansonsten sieht man hier, dass eine Wallbox mit oder ohne Förderung sehr einfach und günstig möglich ist.

2 thoughts on “NRW fördert die Ladeinfrastruktur für Elektroautos – Der Zuwendungsbescheid

  1. hallo!

    in was für eien Form wird der Bezug von zertifiziertem Grün/Ökostrom benötigt?

    „Bestätigung des Stromversorgers zur Nutzung von erneuerbarer Energie“

    reicht sowas:
    https://www.123energie.de/produkte/strom_und_oekostrom/175.php

    oder braucht man z.B eine TÜV Zert:
    https://www.naturenergieplus.de/auszeichnungen/herunterladen?assetId=6xLMw3DJy8mKW6Mi8GcICi&fileName=NaturEnergiePlus_T%C3%9CV_Zertifikat_%C3%96kostrom_2017.pdf

    Danke!

    1. Hallo, es genügt, dass ein Auszug aus dem Vertrag beiliegt, bei dem dann der Ökostrom ersichtlich ist. Alle anderen Informationen kann sich die Behörde dann noch beim Anbieter erfragen.
      Bei uns hat der Auszug aus dem Vertrag gereicht.

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